Mit dem Förster zur Ernte

Harvester erntet Kalamitätsholz im Wald bei WK-Hasselbach

Nachhaltige, transparent nachvollziehbare, im Idealfall auch noch regionale Wertschöpfungsketten, sind in unserer globalisierten Welt mittlerweile die Ausnahme. Daher erfüllt es mich mit einigem Stolz, dass wir gemeinsam – ja, Sie und ich – über unsere eigentlich langweilige Einkaufsgemeinschaft für Holzpellets – genau DAS befördern können: praktische Nachhaltigkeit, verantwortungsbewusste Forstwirtschaft, tatsächlich regionale Pellet-Produktion nach höchsten Maßstäben, Wiederaufforstung und, das darf man nicht vergessen: Wohnortnahe Arbeitsplätze und Gewinne für ortsansässige Industrie- und Gewerbebetriebe, deren Gewerbesteuer unsere öffentliche Infrastruktur erhält.

Wenn Sie mich also am Telefon oder via Mail fragen, ob „unsere“ Pellets denn tatsächlich aus UNSERER Region stammen, oder gar WO denn die Bäume gewachsen sind, kann ich das guten Gewissens nur dann wahrheitsgemäß beantworten, wenn ich selbst gelegentlich die Fakten checken gehe und im Bild dokumentiere. Konkret: Bäume im Kaufunger Wald pflanze, mit Ihnen gemeinsam ins Pelletwerk fahre – oder eben wie vor ein paar Wochen mit Förster Joachim Gröll in den Hasselbächer Wald.

Dort erntete der freiberufliche Holzrücker Thomas Fornoff mit seinem Harvester abgestorbene Fichten, die in absehbarer Zeit in „unsere“ Pellets finden werden. Das von Dürre, Sturm und Borkenkäfer geschädigte Fichtenholz, der Fachbegriff ist „Kalamitätsholz“, ist in der Regel sogar für Bauholz oder Paletten zu schlecht. Dieses Kalamitätsholz bildet mit ca. 70% der Masse die Grundlage unserer Pellets. Hinzu kommen Sägewerksabfälle, sprich Schnittreste, nicht verwertbares Krummholz und Sägemehl.

 

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